„Der lauteste Lautsprecher des alternativlosen Gutmenschentums“

Laudatio zur Verleihung der 2. „Goldenen Hoftrompete“ an Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“

Grüß Gott Herr Prantl,

fast haben wir uns ja schon gedacht, dass wir Sie hier und heute doch nicht in persona antreffen: Als oberster Moralpapst der deutschen Stromlinienpresse sind Sie ja unermüdlich auf Achse, von Festrede hier zu Talkshow da. Mal müssen Sie in Heidelberg die „Wochen gegen Rassismus“ eröffnen und allen Gegnern der Merkelschen „Willkommens“-Politik die Lichterketten der Neunziger an den Hals wünschen, dann wieder müssen Sie im Zwangsgebührenfernsehen den Kollegen erklären, mit wem sie auf gar keinen Fall reden dürfen, um lästige Multikulti-Dissidenten schön weiter auszubremsen.

Die „Goldene Hoftrompete für besonders willfährige Regierungsberichterstattung“, die ich Ihnen im Namen des „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ verleihen darf, bekommen Sie auf jeden Fall: Denn unter all den Lautsprechern des alternativlosen Gutmenschentums sind Sie allemal einer der lautesten. Den abgefeimten Moralton, mit dem Sie in der „Süddeutschen“ vom 3. September 2016 das Hohelied des „Wir schaffen das“ singen und das totale Staatsversagen in der Asylkrise zur humanitären Großtat verklären, den macht Ihnen keiner nach.

Und wenn ein Lobredner gebraucht wird, der dem begriffsstutzigen Volk Angela Merkels alternativloses Weiterkleben am Kanzlersessel als aufopfernde Pflichterfüllung verkauft, der die schamlose Kungelei, die einem farblosen Bürokraten namens Steinmeier das Bundespräsidentenamt zugeschoben hat, als Segen für das Land preist, der sogar einen gnadenlosen Opportunisten wie Joachim Gauck noch zum Musterpräsidenten hochstilisiert, dann sind Sie zuverlässig zur Stelle.

Dass man die „Süddeutsche Zeitung“ landauf, landab als „Prantl-Prawda“ von der Isar kennt, ist Ihr Verdienst als Mitglied der Chefredaktion. Und bei alledem halten Sie sich wahrscheinlich sogar noch für einen widerständigen Geist, weil ihnen die multikulturelle Auflösung und Islamisierung des Landes immer noch nicht weit genug geht.

Das verdient eine ehrliche Auszeichnung. Die „Goldene Hoftrompete“ ist Ihnen wie auf den Leib geschneidert. Sie sind das Multitalent des Oberlehrer-Journalismus, der immer genau weiß, woher der mächtigste ideologische Wind weht, und jederzeit kräftig mitpustet. Sie sind der Inbegriff der Kumpanei zwischen Politikern und Journalisten, die Hand in Hand die Bürger bevormunden und belehren wollen. Kurz gesagt, Sie sind die Verkörperung der politisch-medialen Klasse.

Herzlichen Glückwunsch also zur „Goldenen Hoftrompete“! Weil Sie so viele gelehrige Adepten haben, werden Sie im Kreis der Preisträger schon bald weitere Gesellschaft bekommen. Aber Sie können sicher sein, dass der „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ Ihr unermüdliches Trompeten auch weiterhin kritisch und aufmerksam verfolgen wird. Wir sehen uns wieder!

2017-05-22T10:50:07+00:00