Der Klimawahn hat Deutschland fest im Griff. Hunderttausende gehen an diesem Freitag allein in Deutschland auf die Straße. Die »Klimaschutz«-Lobby hat weltweit mobilisiert; hierzulande fallen die Aufrufe auf besonders fruchtbaren Boden.

Radikale Parolen wie »Burn Capitalism« zeigen, um was es wirklich bei »Fridays For Future« geht: Die Abschaffung der individuellen Freiheit

Wochenlang lief die Propaganda auf vollen Touren. Klima, Klima über alles schien die Devise in sämtlichen Zeitungen, Sendern und Medien des Mainstreams. Egal wo man reinschaut oder reinhört: Die Abwendung des Weltuntergangs, der sich offenbar nur noch durch höhere Steuern, Konsumverzicht und alle möglichen Zwangsmaßnahmen verhindern ließe, schien das drängendste Thema zu sein. Praktisch für die Mächtigen: So redet kaum noch jemand über ihr sonstiges Versagen und die ganz akuten Reformbaustellen überall im Land.

Die Mobilmachung ist total: Medien, etablierte Politik und sogenannte Nichtregierungsorganisationen ziehen an einem Strang. Im Zentrum stehen die Kampagnenmacher von »Fridays For Future«. Was sich als spontane Bewegung von Schülern und Jugendlichen ausgibt, die Angst um ihre Zukunft haben, ist tatsächlich eine von PR-Profis weltweit aufgezogene Maschinerie, die in der Heiligen Greta von Schweden ihre globale Ikone und in vielen Ländern willige Helfer, Vollstrecker und Mitläufer hat.
Die Unduldsamkeit und das Eiferertum dieser »Klimaschützer« macht frösteln. Längst ist die »Klimaschutz«-Ideologie zum quasireligiösen Wahnsystem geworden, das mit apokalyptischer Panikmache die Menschen manipuliert, damit sie sich bedingungslos ihren Forderungen unterwerfen und diese weiterverbreiten.

Rationaler Diskurs und wissenschaftlicher Zweifel sind unerwünscht. Die wissenschaftliche Forschung und Auseinandersetzung ist für beendet erklärt, angeblich sollen alle Wissenschaftler derselben Meinung sein, dass Klimaveränderungen schädlich, vom Menschen verursacht und nur durch die strikte Vermeidung der Emission von Kohlendioxid zu vermeiden sein sollen. Damit geraten praktisch alle Wirtschaftstätigkeiten und die gesamte Lebensweise des modernen Menschen unter Generalverdacht.

Die Klima-Eiferer agitieren nach der Devise: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns. Zweifel sind nicht erlaubt: Schon der Einwand, dass erhöhter Kohlendioxid-Ausstoß ja vielleicht nicht die Ursache, sondern die Folge gesteigerter Lebensaktivität infolge einer Erderwärmung sein könnte, die von ganz anderen Ursachen ausgeht, der Sonne zum Beispiel, dass also die CO2-Hypothese schlicht Korrelation und Kausalität verwechseln könnte, macht verdächtig.

Sie können sich nicht vorstellen, dass theoretische Klimamodelle die durchschnittlichen Erdtemperaturen in fünfzig oder hundert Jahren voraussehen können, obwohl doch nicht einmal der Wetterbericht für die nächste Woche zuverlässig ist? Sie glauben, dass politische Maßnahmen, die vor allem dazu da sind, uns heute das Geld aus der Tasche zu ziehen, wohl kaum die Klimaverhältnisse in einigen Jahrzehnten ändern können? Dann sind Sie ein Ketzer, ein »Klimaleugner« und reif für die soziale Ächtung und Ausgrenzung.
Der Klimawahn kennt keine unterschiedlichen Auffassungen, sondern nur eine legitime Sicht der Dinge. Er kennt nur noch Jünger und Ketzer, Gläubige, die die Gebote befolgen, und Sünder, die durch ihr verwerfliches Treiben die Erlösung aller gefährden und sich so außerhalb der Gemeinschaft der Anständigen und Wohlmeinenden stellen.

Zu deren Anführer schwingt sich eine Priesterkaste auf, die ihre Legitimation aus Eiferertum und von keinem Zweifel angekränkelten Schwarz-Weiß-Predigen bezieht und damit die Meinungsführerschaft in Politik, Medien und Gesellschaft einfordert.
Das hat, wie jede weltliche Pseudo-Religion seit Jakobinismus und Sozialismus, totalitäre Züge. Der Klimawahn trägt alle Wesenszüge einer totalitären Ideologie: Ein geschlossenes Weltanschauungssystem, das für sich in Anspruch nimmt, die »Wissenschaftlichkeit« gepachtet zu haben und jeden Gedanken, jede Erkenntnis und jedes Argument, das diesem Ideologiesystem widerspricht, als unwissenschaftlich, gefährlich oder schlicht verrückt abtut. Marxismus und Sowjet-Sozialismus lassen grüßen.

Dazu kommen machtbesessene Kader, willige Agitatoren, Propagandisten und Mitläufer. Identifikationsfiguren, die zu Heiligen hochgejubelt werden, dürfen ebenso wenig fehlen wie wissenschaftlich verkleidete ideologische Strippenzieher und Stichwortlieferanten in Form von formal unabhängigen, in Wirklichkeit staatsfinanzierten »Instituten« und »Klima-Beiräten«.

Angestrebt wird auch die mehr oder minder freiwillige Gleichschaltung der öffentlichen Meinung: Zweiflern und Kritikern soll keine politische, mediale oder wissenschaftliche Plattform mehr gegeben werden; Medienkommentare formulieren das schon ganz offen als Auftrag und Verpflichtung.

Immerhin ist, wie bei früheren national- und internationalsozialistischen Vorbildern, vorläufig noch nicht daran gedacht, Dissidenten zu psychiatrisieren, in Lager einzuweisen oder sie gar nicht nur sozial, sondern auch physisch zu liquidieren, auch wenn manche fanatische Stellungnahme schon verdächtig danach klingt.

Wie jede totalitäre Bewegung oder Sekte braucht auch der Klimawahn eine fanatisierte Jugend als Speerspitze, um Zweifler und Widerspenstige unter den Druck der Straße zu setzen. »Fridays For Future« erfüllt diese Aufgabe perfekt. Es ist leicht, junge Menschen, im positiven wie im negativen Sinne, für eine Sache zu begeistern und zu manipulieren, die sie dann bedingungslos vertreten.

Wo es mit der Freiwilligkeit hapert, wird nachgeholfen. Vor den Großkundgebungen an diesem Freitag häuften sich die Berichte und Hinweise, dass selbst Schulen und Bildungseinrichtungen, statt das Schuleschwänzen aufgrund einer selbst ernannten Mission zu unterbinden, noch zur Teilnahme an den Demonstrationen ermuntern und den Unterricht entsprechend gleich ausfallen lassen. Vielerorts wurden Schüler, die nicht mitmachen wollten, unter Druck gesetzt und öffentlich an den Pranger gestellt: Ihre Zukunft wäre ihnen wohl egal. Wer die »DDR« noch erlebt hat, erinnert sich vielleicht, wie das war, wenn ganze Schulklassen zum Demonstrieren abkommandiert wurden.

Leicht beeinflussbare Kinder werden als Vorhut für eine Gesellschaftsrevolution auf die Straße geschickt: Schüler, die nicht mitmachen wollten, werden wie in der »DDR« unter Druck gesetzt

Dass auch Eltern zur Teilnahme gedrängt werden, öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen ihre Mitarbeiter zum Klima-Demonstrieren anhalten und Politiker sich über den Druck der Straße ausdrücklich freuen, sollte denkende Menschen stutzig machen: Offensichtlich ist es nicht eine spontane Protestbewegung »von unten«, die sich da Bahn bricht, sondern eine geschickt getarnte Staatsmassenkundgebung, um ganz bestimmte Ziele besser durchzusetzen.

Welche das sind, liegt auf der Hand: Neue Steuern auf Energie, Heizen und Mobilität sollen durchgedrückt werden, die für Privatleute und Unternehmen erhebliche Belastungen mit sich bringen. Einschränkungen der individuellen Entscheidungs- und Konsumfreiheit, der persönlichen Mobilität, Freizeit- und Lebensqualität sollen im Namen einer höheren Aufgabe – unter »Menschheitsaufgabe« und »Rettung des Planeten« fangen bekanntlich Frau Merkel und die Grünen gar nicht erst an – politisch verordnet werden. Dafür nehmen die »Klimaschützer« auch massive Wohlstandsverluste durch Deindustrialisierung, unerschwingliche Energie- und Mobilitätspreise und Vertreibung von Schlüsselgewerben in Kauf.

Denn es geht um die Macht. Nicht nur um die politische Macht, die nach der Theorie des italienischen Marxisten Antonio Gramsci, eines Säulenheiligen der grün-linken »Achtundsechziger«, der gesellschaftlichen Hegemonie folgt: Ohne Klimawahn, bei dem fast alle anderen politischen Kräfte willig mitmachen, kein Grünen-Höhenflug.

Es geht um die Macht, das Alltagsleben der Menschen bis ins letzte Detail zu regulieren und zu reglementieren, ihnen vorzuschreiben, was und wann sie zu essen und zu konsumieren haben, ob und wie sie sich fortbewegen und wohin sie noch reisen können, wo und wie sie zu wohnen haben.

Und es geht um die Macht, sich potenziell totalen Zugriff auf das Eigentum von Bürgern und Gewerbetreibenden und die Früchte ihres Fleißes zu verschaffen, sie nach Belieben über Steuern, Abgaben und Vorschriften enteignen zu können; um die Macht, ganze Wirtschaftszweige staatlicher Kontrolle zu unterstellen und nach ihren ideologischen Vorstellungen umzuformen.

Eine Ökodiktatur also; die unterschwellige Begeisterung, mit der Spitzen-Grüne nach China schauen, ist verräterisch. Was als »Mobilitätswende« euphorisch angestoßen wird, könnte mit staatlich zugeteilten Elektro-»Trabbis« für alle enden. Und weil so viel von der Menschheit und vom Planeten die Rede ist, geht es letztlich auch darum, die Nationalstaaten zu entmündigen und eine Art Welt-Expertenherrschaft einzurichten. Klima-Papst und Merkel-Berater Schellnhuber hat davon schon vor Jahr und Tag geschwärmt.

Der Klimawahn ist also letztlich nichts anderes als die neueste Auflage des alten und schon so oft gescheiterten Experiments. Die »Klimaschutz«-Prediger, die verwöhnten Millionärstöchterlein wie die Grünen-Aktivistin »Langstrecken-Luisa« Neubauer, die von Medien und Politik als Gesicht von »Fridays For Future« herumgereicht werden, verhalten sich schon wie die künftige Nomenklatura des Klima-Sozialismus: Das Recht, weiter um die Welt zu fliegen und gut zu leben, nehmen sie für sich selbstverständlich weiter in Anspruch; wie die hart arbeitende und vom Steuerstaat sowieso schon ausgebeutete Mittelschicht damit zurechtkommt, ist ihnen egal. Hauptsache, die Ideologie siegt.

Die Apokalypse an die Wand gemalt: Das religiöse Eiferertum der »Klimaaktivisten« kennt nur Rechtgläubige oder Ketzer

Die Kollateralschäden interessieren dabei ebenfalls nicht: Die Fehlsteuerung und Verschwendung von Abermilliarden an Steuern und Abgaben, die Deformierung der Energiewirtschaft, die mutwillige Beschädigung und Vertreibung von produzierendem Gewerbe, Automobilindustrie und energieintensiver Wirtschaft, die Massenenteignungen steuerzahlender und kraftfahrender Bürger, die Verschandelung und Zubetonierung gewaltiger Flächen, die Vogel- und Insektenmassaker im Namen der »Energiewende«, die das Gegenteil von Natur- und Umweltschutz bedeuten.

Deshalb wird auch der Klimasozialismus, wie alle Spielarten des Sozialismus vor ihm, letztlich scheitern: weil er gegen die ökonomischen Gesetze und gegen die menschliche Natur zugleich ist. Die Zahl derer, denen dieser Zusammenhang allmählich dämmert, scheint zu wachsen und größer zu werden. Auch der Klimawahn wird letztlich im Katzenjammer enden. Noch besser wäre es, man stürzte sich gar nicht erst hinein. (fh)