Zweimal hintereinander haben Linksextremisten an der Universität Hamburg die Ökonomie-Vorlesung vom AfD-Grünen Bernd Lucke gesprengt, der nach fünf Jahren im Europaparlament an seine ursprüngliche Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Erst im dritten Anlauf konnte Lucke seine Vorlesung abhalten – geschützt von einer Hundertschaft bewaffneter Polizisten. Statt sich hinter ihren Professor zu stellen, gab die Universitätsleitung nur eine windelweiche Erklärung heraus, in der sie es sorgfältig vermied, den Gewalttätern der sogenannten Antifa auch nur verbal auf die Füße zu treten.

 

Unfassbares Video: Der linke Mob schreit an der Universität Hamburg den AfD-Mitgründer Bernd Lucke nieder

Wenig später untersagte dieselbe Universitätsleitung eine Veranstaltung mit FDP-Chef Christian Lindner, vorgeblich aus Gründen der parteipolitischen »Neutralität« – linke und kommunistische Politiker dürfen dort gleichwohl unbehelligt auftreten. Zur selben Zeit muss in Göttingen eine Lesung im Rahmen des »Literaturherbstes« mit Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wegen Terrordrohungen militanter Linksextremisten abgesagt werden. Zu gefährlich, urteilte die Polizei. »Wir müssen uns der Gewalt beugen«, resigniert der Geschäftsführer des Veranstalters.

Linksextreme an deutschen Universitäten schreien die Meinungsfreiheit nieder

Die bürgerliche Mitte als Zielscheibe

Drei Vorfälle innerhalb weniger Tage, die schlaglichtartig beleuchten, wie tief Linksextremisten die deutschen Hochschulen bereits unterwandert und die akademische Freiheit, die Freiheit der Meinungsäußerung und von Forschung und Lehre massiv eingeschränkt haben. Und das nicht erst seit gestern.

Neu an den Angriffen gegen Lucke, Lindner und de Maizière ist vor allem die von ihnen ausgelöste Welle der öffentlichen Empörung bis hinein in die politische Klasse. Solange es sich um echte und vermeintliche »Rechtsextreme« oder um als »Rechte« ausgegrenzte Personen handelte, gegen die sich die Wut linksextremer Gesinnungswächter richtete, konnte man wegschauen oder gar deren Treiben klammheimlich oder auch offen applaudieren. Auch für einen Bernd Lucke allein hätte sich noch niemand in die Bresche geworfen.

Jetzt aber dürfte auch einigen naiven Mitläufern klar geworden sein: Es geht gegen die bürgerliche Mitte der Gesellschaft, gegen alles, was den linksextremen Einpeitschern nicht linientreu genug ist. Und es sind keineswegs nur Wissenschaftler und Autoren, die dem Mob zum Abschuss freigegeben sind. Es kann jeden treffen, selbst aktive und ehemalige etablierte Politiker. Da können dann schon mal die Alarmglocken losgehen.

Akademische Gesinnungsdiktatur

Auch der Deutsche Hochschulverband (DHV) macht sich jetzt öffentlich Sorgen darüber, wie linksextreme Gesinnungswächter politisch-ideologische Dogmen auf Kosten der Forschungs- und Redefreiheit durchpeitschen und auf diese Weise Zug um Zug eine akademische Gesinnungsdiktatur errichten.

Der Präsident des Verbands, Bernhard Kempen, sagte der ›Welt‹: »Im Namen der Political Correctness erfolgt zunehmend ein Angriff auf das Wesen der Universität: auf die Freiheit des Forschens, Denkens und Debattierens. […] Eine Minderheit versuche, ihnen unsympathische Ansichten nicht argumentativ zu widerlegen, sondern zu unterdrücken – mit Drohungen, Shitstorms, Blockaden und manchmal physischer Gewalt.«

Wer keine Argumente hat, schreit und droht: Linksextreme Studenten verhindern eine Veranstaltung mit Alexander Gauland (AfD)

Drohungen, Attacken, Verleumdungen, Blockaden

Tatsächlich ist der Hörsaal-Terror gegen Bernd Lucke kein isoliertes Einzelereignis, sondern der vorläufige Höhepunkt einer langen Liste von Kampagnen und Einschüchterungsversuchen linksextremer Gruppierungen gegen missliebige Hochschullehrer, deren Lehrtätigkeit verhindert und deren berufliche und soziale Existenz in letzter Konsequenz vernichtet werden soll.

Linksextreme Studenten zur Redefreiheit in Deutschland: Verpiss dich!

Die Universität Hamburg ist auch bei Weitem nicht die einzige Hochschule, die dem Dauer-Gesinnungsterror unterworfen ist und vor ihm laufend zurückweicht. Eine kleine Chronik der Drohungen, Attacken, Verleumdungen und Blockaden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Staatliche Universität Freiburg, November 2010: Der führende Extremismus-Forscher Eckhard Jesse kann seine Vorlesung nur unter Polizeischutz Sein »Vergehen« im Auge der linken Gruppierungen, die gewaltsamen Protest angekündigt hatten: Er weiß, dass es auch noch anderen als »rechten« Extremismus gibt, und setzt sich kritisch mit der SED-PDS-»Linken« auseinander.
  • Humboldt-Universität Berlin, Mai 2015: Der Professor für Politikwissenschaft Herfried Münkler wird einem anonym betriebenen Blog öffentlich des »Rassismus«, »Militarismus« und »Sexismus« verdächtigt und angeprangert. Skurril: Münkler ist ein etablierter Hofhistoriker der Merkel-Ära und veröffentlichte 2016 mit seiner Frau ein peinliches Migrationspropagandabuch.
  • Philipps-Universität Marburg, April 2016: Ein geplanter Vortrag des Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera über die »Grundlagen der Evolutionsbiologie« wird von der Präsidentin der Universität auf Veranlassung der »Frauenbeauftragten« abgesagt. Kutschera, Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel, ist für linke Kreise ein rotes Tuch, weil er öffentlich »Genderforschung« und linke Säulenheilige wie die US-Feministin Judith Butler kritisiert.
  • Universität Bremen, Oktober 2016: Ein Vortrag von Jörg Baberowski, seit 2002 Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin, muss von der Uni in die Konrad-Adenauer-Stiftung verlegt werden, weil der linke »Allgemeine Studentenausschuss« (Asta) zu Protesten mobilisiert hatte. Im Rechtsstreit gegen die Verleumdung als »rechtsradikal« kann Baberowski sich nicht durchsetzen.
  • Universität Augsburg, Oktober 2016: Die Hochschule, an der er einst studiert hatte und die ihn mit Preisen ausgezeichnet hatte, verweigert Hamed Abdel-Samad eine Diskussionsveranstaltung über sein korankritisches Buch, weil er zuvor auch bei der AfD aufgetreten sei. Absurde Begründung: Man stelle keine Räume »für weltanschauliche Veranstaltungen« zur Verfügung. Auch die Ludwig-Maximilians-Universität München, an der Abdel-Samad einst selbst unterrichtet hatte, verweigert ihm Räume für eine Diskussion mit Studenten über seine Korankritik.
  • Goethe-Universität Frankfurt, Oktober 2017: Der Präsident der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, wird zu einem Vortrag erst ein- und dann wieder ausgeladen. Gleich sechzig Wissenschaftler hatten ihm in einem offenen Brief »Rassismus« und »rechtspopulistische Hetze« vorgeworfen und ein Auftrittsverbot gefordert.
  • Universität Leipzig, Februar 2018: Seit Monaten machen linke Studentengruppen gegen den Jura-Professor Thomas Rauscher mobil und fordern seine Entlassung, weil er auf seinem privaten ›Twitter‹-Account eine Kolonial-Kollektivschuld zurückgewiesen und die restriktive polnische Einwanderungspolitik gelobt hatte. Rauscher verliert sein Amt als Erasmus-Beauftragter der Juristischen Fakultät.

»Einen bestrafen, hundert erziehen«

Die Einschüchterung funktioniert nach der alten Mao-Devise: »Einen bestrafen, hundert erziehen.« Das abschreckende Beispiel, wie es Kollegen mit »falscher« Meinung ergehen kann, lässt viele andere gar nicht erst aus der Deckung kommen und sich anpassen. Lieber mit den Wölfen heulen, als sich einem Psychoterror aussetzen, der bis ins Private reicht.

Der politisch korrekte Meinungsterror trifft nicht nur Professoren und prominente Redner, sondern auch und gerade die ganz normalen Studenten, die auf brachiale Weise »gleichgeschaltet« werden sollen. Ab und an bricht einmal einer sein Schweigen und berichtet über das Mobbing, das einen Studenten mit CDU-Parteibuch schon ereilen kann, wenn er dem früheren CSU-Chef Horst Seehofer zustimmt, dass »der Islam« als solcher nicht zu Deutschland gehören könne.

Dabei greifen die linken Meinungswächter oft und gerne auch zu brachialen Methoden: Erstsemester werden bei »Begrüßungsveranstaltungen« mit massiver und einschüchternder »Antifa«-Präsenz auf die herrschende Linie eingeschworen (Uni Mainz), oder Linksextreme stürmen eine Vorlesung, um einen neuen Studenten vor den Kommilitonen als »Rechten« zu outen; beim Versuch des Professors, sie des Saales zu verweisen, wird er selbst angegriffen, es gibt Verletzte (Ruhr-Uni Bochum).

Oder missliebige Studenten werden per Steckbrief-Plakataktion in ihrer Nachbarschaft denunziert. Der linksextreme Gesinnungsterror hat viele Gesichter, und in der Mehrzahl der Fälle lassen auch die Hochschulleitungen die »Aktivisten« aus Feigheit oder stillschweigendem Einverständnis einfach gewähren. Mit der Bekämpfung von tatsächlichem »Rechtsextremismus« hat dieser systematische Terror so gut wie nichts zu tun, er dient vor allem der Festigung und Ausweitung der eigenen Macht über die Köpfe.

»Die Kampagne zerrüttet mein Privatleben«

Baberowski, der seit dem Bremer Eklat von der trotzkistischen Berliner Studentengruppe International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) regelrecht verfolgt wird, nimmt auch hier kein Blatt vor den Mund: »Die Kampagne zerrüttet mein Privatleben; es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke. Und das wissen diese Leute auch ganz genau«, bekennt er 2017 im Interview mit der Wochenzeitung ›Die Zeit‹.

Professor Jörg Baberowski wird von Linksextremen bis ins Privatleben verfolgt, belästigt und gefilmt

Er werde in der Öffentlichkeit fotografiert, gefilmt, »sie nehmen meine Vorlesungen auf. Ich überlege mir genau, wen ich wo treffe. Ständig erzählen mir Kollegen aus Israel oder den USA, sie hätten Anrufe bekommen, in denen ich als Rechtsextremist denunziert werde. Diese Gruppe hat sich vorgenommen, mein Leben zu ruinieren«.

Nicht jeder hat die Nerven, so einen Frontalangriff auf seine Existenz durchzustehen. Für Baberowski selbst scheint sein Durchhaltevermögen im Bestehen auf seiner Meinungsfreiheit auch das Ergebnis eines Saulus-Paulus-Erlebnisses zu sein, war er doch selbst in seiner Jugend als Student Mitglied einer K-Gruppe, des »Kommunistischen Bundes Westdeutschland«, der auch Gesinnungshelden wie den Grünen Jürgen Trittin hervorgebracht hat, und weiß, wie solche extremistischen Sekten »ticken«, unter denen er nun selbst zu leiden hat.

Geistige Komplizenschaft

In der geistigen Komplizenschaft liegt sicherlich ein wesentlicher Grund, warum linksextreme Gesinnungswächter an deutschen Universitäten heute offene Türen einrennen und die Verantwortlichen ihr Treiben vielleicht mal mit lahmen Erklärungen folgenlos missbilligen, im Großen und Ganzen aber hinnehmen oder sogar ermuntern.

Dass linksextreme Gewalttäter mit Mitteln und in Räumlichkeiten von Universitäten heute Kampagnen organisieren, Demo-Workshops veranstalten oder, wie 2017 an der notorisch in Erscheinung tretenden Universität Hamburg, ihre Aktionen beispielsweise gegen den G20-Gipfel in der Hansestadt dort offen und unbehelligt organisieren und regelrechte »Blockadetrainings« abhalten können, ist durchaus nichts Ungewöhnliches.

Ein halbes Jahrhundert nach dem »Marsch durch die Institutionen« der Achtundsechziger ist das akademische Personal hierzulande fast durchgängig links, nicht wenige haben selbst einen linksextremen Hintergrund. Und nur in Ausnahmefällen führt unabhängiges Denken einzelne dazu, wie Baberowski die eigenen extremen Verirrungen kritisch zu reflektieren und den Wert unbedingter Meinungsfreiheit zu entdecken.

Akademische und politische Kollaborateure

Hinzu kommt die fatale Staats- und Machtnähe des akademischen Betriebs. Die Zeiten, in denen deutsche Hochschulen Gelehrtenrepubliken waren, in denen Lehrende und Lernende, von wissenschaftlichem Eros und Leistungsgedanken getrieben, Höchstleistungen vollbrachten, Nobelpreise in Serie abräumten und die internationale Wissenschaftswelt dominierten, sind mit den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts vorbei. Seit dem Zweiten Weltkrieg stehen die deutschen Universitäten auch im Dienste der »Demokratisierung«.

Willige Ideologielieferanten fanden sich an den Universitäten aber auch vorher schon. Das Tauschgeschäft – finanzielle und politische Unterstützung gegen akademische Rückendeckung – funktionierte in unterschiedlichen Konstellationen. Den Nationalsozialisten stellten willige Akademiker Rassentheorien und juristische Rechtfertigungen zur Verfügung, heute versorgen sie die linken Hegemonen mit ideologischem Rüstzeug von der »Klima«-Theorie bis zum »Gender-Mainstreaming«.

Dass es linke Ideologen an die Hochschulen zieht, ist kein Zufall: Wer glaubt, dass die Wirklichkeit der Theorie unterworfen werden muss, und seine Mission in der Volkspädagogik ist, der fühlt sich dort, wo ganze Generationen ausgebildet werden, naturgemäß besonders wohl.

Die moderne Massenuniversität begünstigt zusätzlich die ideologische und politische Unterwanderung und Dienstbarmachung. Wo mehr als die Hälfte eines Jahrganges »studieren« geht, wird letzten Endes ein akademisches Proletariat herangezogen, das nicht selten mit sozialwissenschaftlichen Ideologie- und Pseudofächern durchs Studium geschleust wird und Anstellungsmöglichkeiten allenfalls im steuerfinanzierten ideologiepolitischen Sektor findet. Konformismus und Anpassertum wird dadurch nicht nur begünstigt, es ist geradezu Karrierevoraussetzung.

Die Zukunft der Universität

Das wirft geradezu zwingend die Frage nach der Zukunft der Universitäten überhaupt auf. Als Hort der Wissenschaft und Forschung, fällt die zur Kaderschmiede und zum Ideologielieferanten degradierte staatliche Massenuniversität zunehmend aus.

Früher waren die Universitäten Hort des freien Geistes – heute braucht es wegen der linksextremen Gewalt immer mehr Polizeischutz wie hier an der Frankfurt University of Applied Sciences

Wie so viele Fehlentwicklungen ist auch die Ideologisierung und Politisierung und der Gesinnungsterror an den Hochschulen mit zeitlicher Verzögerung aus den USA zu uns herübergeschwappt. Auch dort ging diese Entwicklung mit der zunehmenden staatlichen Förderung und Einmischung einher.

Die Gegenbewegung formiert sich ebenfalls jenseits des Atlantiks: Rückzug staatlicher Gelder, das Aufkommen unabhängiger, privater, an Wissenschaft und Leistung orientierter Hochschulen. An manchen linken US-Universitäten wie Berkeley haben die ideologischen Auseinandersetzungen, beispielsweise die Mobilmachung gegen Trump-Anhänger, bereits bürgerkriegsähnliche Zustände.

»Antifa« – eine terroristische Organisation?

Als Reaktion zieht die US-Regierung seit diesem Sommer ernsthaft in Betracht, die linksextreme »Antifa« zur »terroristischen Organisation« zu erklären und entsprechend zu bekämpfen. Nach Lage der Dinge wäre ein solcher Schritt auch in Deutschland längst überfällig.